Der Dicke in China

 
28April
2013

Zu viel Arbeit

Sorry liebe Leute ich gebe es auf!

Ich bin zeitlich schlicht nicht mehr in der Lage diesen Blog weiter zu führen und bin deshalb auch so konsequent diesen zu schliessen.

Für die kurzen Neuigkeiten aus diesem chinesischen Lande, die ich hier vermelden könnte ist Facebook und Google+ sicher das bessere Medium.

Man sieht sich!

Der Dicke

16April
2013

Lost in China

Heute Morgen bin ich - wie jeden Morgen - um 07:00 Uhr aus dem Hotel gegangen um mit dem Fahrer ins Werk zu fahren. Nur heute Morgen war dann leider kein Fahrer zu finden. Das war dann die Situation, die ich schon mal befürchtet hatte. Was tun?

Sebstverständlich hatte ich in der Situation gleich drei Taxler am Hals, die mich gerne irgendwo hin fahren wollten, nur: wie stellt man fest, ob der Taxler auch weiss, wo er hin muss. Kurz überlegt und ein Kollege, der sogar deutsch sprich und mit dem man wunderbar übersetzen lassen kann, hat Nachtschicht - der wartet sowieso auf seine Ablösung durch mich. Telefon raus und anrufen - schlecht. Direkt am Arbeitsplatz hat China mobile leider kein Netz und der Kollege hat ... logisch: China mobile. Also kann der mir nicht helfen. Die beide anderen Schichtleiter sprechen ein - na ja chinesisches Englich halt. Der letzte in der Reihe hat dann ... auch nicht abgenomme.

Nun ist es aber mittlerweile schon 20 Minuten nach sieben - also ist das Taxi wohl unumgänglich. Ich also einem der drei Taxler die Karte vom Werk unter die Nase gehalten - und der hat eifrig genickt. Ob der weiss wo es hingeht? Ich bin mir nicht sicher! Ich habe dann mal lieber mit Google maps ein wenig nachkontrolliert - die Richtung stimmte. Nach ca. 10 Minuten Fahrt klingelt mein Telefon und einer der englischsprachigen Kollegen ist dran. Ich habe ihm dann die Situation erklärt, das Telefon an den Fahrer gegeben Telefon zurück - jetzt weiss der Fahrer hoffentlich wo es hingehen soll. Zwei Minuten später der gleiche Kollege noch einmal - er möchte den Fahrer sprechen - Telefon nach vorn - Telefon wieder zurück. Dann hat er mir erklärt, dass er erst mit meinem Fahrer gesprochen hat - der habe etwas weiter geparkt und daher haben wir uns nicht gesehen (ich bin mir ziemlich sicher, das der Typ schlicht verschlafen hat)

Das Taxi würde mich jetzt wieder zum Hotel fahren, wo mein Fahrer an der gewohnten Stelle wartet. Und der hat dann in die chinesische Trickkiste gegriffen - wir sind gefühlt mindestens die halbe Strecke auf irgenwelchen Gehwegen, Radwegen oder gleich "offroad" gefahren. Und das tolle ist: Der fährt 2km auf dem Gehweg an der Schlange vorbei - laut hupend natürlich um die Fussgänger zu vertreiben - will dann ganz vorne an der Ampel wieder auf die Strasse. Die Wartenden lassen den völlig emotionslos rein und den Polizisten, der das von der Mitte der Kreuzungbeobachtet hat, interessiert das überhaupt nicht. Ich sollte das mal in Deutschland ausprobieren (grins)

Nach diesem Abenteuer bin ich dann heute Morgen mal 15 Minuten zu spät in die Arbeit gekommen.

Dort angekommen habe ich dann erfahren, dass beide Ansprechpartner des Kunden vorgestern im gleichen chinesischen Restaurant essen waren und sich dann beide gestern noch beim Arzt eingefunden haben, weil sie sich das Abendessen noch einmal durch den Kopf haben gehen lassen. Meine Vorurteile gegen das einheimische Essen werden also bestätigt.

Mal sehen, wie lange meine Strategie funktioniert

Der Dicke aus China

13April
2013

Arbeit, Arbeit, Arbeit ...

Nachdem heute schon die erste "Beschwerde" kam, dass ich mal wieder ein paar Neuigkeiten bringen soll hier zunächst mal eine Entschuldigung.

Leider bin ich hier nicht zum Urlaub machen, sondern zum Arbeiten und daher lege ich Wert darauf, dass das Projekt erst einmal "ans fliegen" kommt. Danach werde ich hoffentlich auch noch etwas mehr sehen, als nur Hotel, Werk und die 1 1/2 stündige Autofahrt dazwischen.

Aber über ein paar alltägliche Dinge, die einem als Europäer hier auffallen kann ich schon noch berichten:

Da wäre zunächst einmal das allgegenwärtige und äusserst geräuschvolle Spucken. Gerade in der Raucherecke der Firma ist das in Ausmass gegenwärtig, dass es mich regelrecht schüttelt wenn sich fünf Leute gegenseitig darin überbieten den Schleim aus der untersten Sohle rauszuholen und die Brosche in oder neben dem Aschenbecher abzulegen. Gerne auch vor dem Raucherhäusschen, sodass man schon hinschauen sollte um trockenen Fusses beim Aschenbecher anzukommen.

Das nächste ist das Essen. Das Frühstücksbuffet im Hotel ist richtig gut. Natürlich vermisst der Deutsche seine Semmel, aber wo im Ausland bekommt er die schon? Selbst der Kaffee ist durchaus gut. In der Kantine zum Mittagessen geht es aber schon los. Die Kantine ist eine - naja in Deutschland würde man sagen Baracke. Erst einmal eine Wertmarke kaufen bei einer Dame, die nur der Landessprache mächtig ist. Dann stellt man sich in einer Schlange an, holt sich ein Tablett, in dem sechs Vertiefungen angebracht sind. Anschliessend zeigt man auf drei oder vier Töpfe, in denen etwas drin ist, was man sowieso nicht weiss was es ist und dann wird aus dem jeweiligen Topf ein "Schapfer" in einer Art aufgefüllt - dagegen erscheint der Küchenbulle bei der Bunderwehr vor 30 Jahren fast schon liebevoll. Reis kann man sich dann noch aus einer großen Wanne selbst holen. Die nächste Herausforderung ist einen halbwegs sauberen Platz zu finden. Danach stellt sich dann meist heraus, dass man in mindestens zwei Töpfe "gegriffen" hat, deren Inhalt so scharf ist, dass man danach eigendlich eh Nichts mehr schmeckt. Die Überreste klopft man dann in einen großen Plastiksack und gibt das Tablett der Dame hinter der Theke, die dann mindestens zwanzig Tabletts gleichzeitig in ca. 2 Litern Wasser mit der Hand abwäscht. Dann gehen die Tablets wieder nach vorne. Blos nicht darüber nachdenken, sonst vergeht einem noch der Appetit an den zwei anderen Gerichten, die durchaus lecker sind, sofern man nicht vorher bei den scharfen Sachen zu heftig zugeschlagen hat.

Wenn man dan abends meint in einer westlichen Burgerbude wäre es besser - weit gefehlt. Normalerweise weiss ich überall auf der Welt z.B. beim goldenen M was ich bekomme. - hier nicht unbedingt. Auch hier habe ich schon in einen Burger gebissen und danach direkt zur Cola gegriffen.

Kriege ich schon den Kulturschock? - Ich weiss es nicht!

Euer Chinaopa!

08April
2013

Die ersten zwei Arbeitstage

Nachdem nun auch der zweite Arbeitstag vorbei ist, hier noch einmal eine kurze Rückschau:

Gestern erster Arbeitstag mit einer Langnase und 11 Chinesen auf zum Kunden. Einweisung ins Werk, die Sicherheitsregeln, wo sind die Toiletten, wo ist de Kantine usw. Alles in Allem ein klassischer erster Arbeitstag wie er bei neuen Kollegen, die noch nie im Werk gewesend sind und dort die nächsten 10 Wochen arbeiten sollen gemacht wird - oder sollte ich sagen gemacht werden sollte. Denn so etwas habe ich auch in Deutschland schon ganz anders erlebt. Die zwei "Verkäufer" von uns haben sich dann verabschiedet und ich habe mal die ersten Planungen gemacht (sofern denn vom Kunden herauszubekommen ist, was er genau will).

Der heutige zweite Tag verlief dann etwas chaotischer, denn wir waren zwar pünktlich im Werk, nur leider hatte der Trainer ein leichtes Problem. Der Trainer ist nun mal auch ein Deutscher. Sein chinesischer Taxifahrer wusste offenbar nicht wo das Werk ist - ist halt auch sehr neu. In diesem Falle - kennen wir von unserem letztjährigen Urlaub in Hongkong - lächelt der Taxler den Fahrgast an und versucht dann während der Fahrt telefonisch bei seinen Kumpels eine Auskunft zu bekommen. Niemals würde er zugeben, dass er das Ziel nicht kennt - wegen Gesichtsverlust und so.

Lange Rede - kurzer Sinn: Der Trainer kam dann geschlagene zwei Stunden zu spät, musste dann aber auch pünktlich Feierabend machen, weil der letzte Bus fährt und man soweit abseits um die Zeit kein Taxi mehr bekommt. Es versteht sich von selbst, dass das eine ziemliche "Husch-husch" Schulung war - zumal ich auch ein paar Chinesen im Team habe, die - na ja - der Landessprache mächtig sind aber auch nicht mehr. Da muss dann immer ein Kollege nochmal übersetzen. Gott sei Dank kenne ich das Produkt noch vom vorherigen Auftrag, sodass ich selbst nur ein kleines Update zur neuesten Version brauchte.

Dafür habe ich heute den Spruch des Tages gelernt: "Die Chinesen Fahren so Auto, wie wir zu Fuss gehen." Das Bild ist mir aufgefallen ist durchaus richtig! Stellt Euch doch mal - sagen wir mal - in die Fußgängerzone München und stellt Euch dann vor jeder Fußgänger wäre ein Auto. So sieht es hier auf den Strassen aus. Interessant dabei ist: Es funktioniert!

Also ich bin dann mal gespannt auf Morgen, wo die nächste und letzte Schulung stattfinden soll.

Ich werde berichten!

Euer Chinaopa

06April
2013

Saubere Landung

Der Flug von München nach Frankfurt verlief recht unspektakulär. Viele Geschäftsleute, die sich auf dasWochenende gefreut haben. In Frankfurt wurde der Vogel dann auf dem Vorfeld abgestellt, was eine längere Busfahrt zur Folge hatte. Und dann: sag noch einmal einer München sei gross. In Frankfurt kann man definitiv längere Wege gehen. Aber wenigstens gibt es eine Camel - Lounge, wo man erst einmal seiner Nikotinsuch nachgehen kann.

Der Flug nach Shenyang verlief dann genau so ruhig und problemlos mit einem diesmal nur halb vollen Flieger, wie man es von LH gewohnt ist. Nach der Landung erscheint der Flughafen in Shenyang erst einmal wie eine risige Baustelle. Was mich stutzig gemacht hat waren die Arbeiter auf dem Vorfeld, die dort in dicken Daunenjacken mit Kapuze standen. Sollte es hier wirklich noch so kalt sein - nein, später habe ich dann bemerkt, dass das Wetter temperaturtechnisch ähnlich zu Deutschland ist. Shenyang ist Baustelle, was sich auch darin äussert, dass es genau ein Gepäckband gibt. Nur hier die Chinesen zu beobachten ist schon spannend. Schlussverkauf bei Aldi an der Grabbeltheke ist ein Dreck dagegen (ihr wisst, was ich meine). Ich bin dann vorsichtshalber mal zwei Meter zurück getreten und habe mir zusammen mit der LH - Crew dieses Schauspiel angeschaut.

Immigration und Zoll ist dann völlig problemlos und zügig - an die amerikanishe Verwandschaft: da könnt Ihr was lernen!

Ich bin dann erst mal raus eine rauchen, fünf Taxler abwimmeln, dann wieder rein - Geld umtauschen. Irgendwie hatte ich ein ungutes Gefühl mit den Geldautomaten und habe ein paar Euro in der Bankfiliale nebenan getauscht. Mein Schwiegervater wäre stolz auf mich: richtiges Geld :-)

Bewaffnet mit einem Bilderheftchen, das mir ein Kollege am letzten Tag in Deutschland noch geschenkt hat, habe ich dann ein Taxi geentert. Fixpreis - war wahrscheinlich zu teuer, aber das wird mein Chef wohl zahlen müssen, jedenfalls habeich hier Quittungen für bekommen, die in China aus abgestempelten Papierstreifen bestehen - je 20 RMB einen Streifen.

Wer schon mal in Asien war, kann sich vorstellen, wie die Taxifahrt abgelaufen ist. Aufgefallen ist mir nur, dass nicht nur das Lenkrad abgegriffen ist, sondern auch die Schalter für die Hupe.

Im Hotel: Na ja - ich kann ein ganz normales Doppelzimmer für die nächsten zehn Wochen bewohnen. Nix dolles, nix schlechtes - passt scho.

Skype funktioniert - allen Unkenrufen zum Trotz, sodass die Verbindung mit Frau, Kinder und Enkelkind gehalten werden sollte. Die chinesische SIM - Karte von Prepaid global funktioniert auch. Damit ist telefonieren per Sipgate mit deutscher Festnetznummer auf dem Handy, Email und was man sonst noch so braucht gegeben. Sogar whatsapp funktioniert dann :-) Bis auf Facebook - das ist gesperrt. Dafür funktioniert Google plus - aber auch nur über die App, nicht im Browser.

Auch westliche Zungen und Mägen brauchen nicht zu darben. Nach einem Gang heute um das Hotel habe ich KFC, Pizza Hut, Mc Donalds, Subways und Starbucks gefunden und im kleinen Laden nebenan habe ich mir dann als Schlummertrunk zwei Dosen Bitburger gekauft.

Und jetzt muss ich ins Bett - morgen früh will der Kunde um 08:00 Uhr mit dem gesamten Projektteam frühstücken.

Gute Nacht!

Euer Chinaopa

01April
2013

Die letzten Vorbereitungen.

Das Visum für China habe ich mir am Gründonnerstag abgeholt. Die Einzelheiten hierzu gibt es unter: http://www.visaforchina.org/MUC_DE/

Das Interessante an einem Aufenthalt in China ist ja, dass kaum definitive Aussagen bei einer Recherche im Internet herauszubekommen sind.

Hier mal zwei Beispiele:

Die einfache Frage ob Skype in China funktioniert. Wenn man hier mal im Internet sucht, heisst es auf der einen Seite: "Das geht!" Auf einer anderen: "Skype ist gesperrt!" Fragt man dann einmal Kollegen, die in China sind, sagt der eine: "funktioniert - mach ich jedes Wochenende mit meiner Familie" - der nächte sagt "Gesperrt ist Skype zwar nicht, aber die Bandbreite reicht nicht - es funktioniert nur Facetime". Na Bravo - wat denn nu?

Nächstes Beispiel: Nachdem ich jetzt weiss, dass ich im Hotel Traders untergebracht bin, wollte ich lediglich wissen, ob es in diesem Hotel ein Internetanschluss gibt. Hotelseite: Es gibt ein "Complimentary broadband Internet access". Aha - was ist das? LAN? WLAN? Also weiter suchen. Eine Seite: "WLAN im öffentlichen Bereich" (und was ist im Zimmer?) Die nächste Seite spricht von einem LAN Anschluss im Zimmer - aha.

Also dann reise ich mal mit einem "Survival Kit". Mit dabei, wie heute wohl üblich: Android Tablet (ASUS Transformer), Smartphone und Handy. Dann wird es spezifisch:

  • LAN oder WLAN - falls es nur ein LAN gibt, gibt es bei ASUS ein USB Hub und Ethernet Combo. Das funktioniert!
  • Eine Prepaid Datenkarte für das Smartphone. Damit sollte zumindest eine schmalbrüstige Internetverbindung gegeben sein.
  • Ein Bundeswehr - Essbesteck. Nachdem ich voriges Jahr in Honkong eine Nudelsuppe mit Essstäbchen gegessen habe... nee Freunde nicht noch einmal. :-)

Zum preisgünstigen Telefonieren noch zwei Sipgate - accounts (einen für meine Frau in die heimische Fritzbox eingetragen - einen für die 3CX App auf den beiden Androiden)

So - und jetzt muss ich noch meine Steuerklärung für die Photovoltaik machen, sonst bleibt die gesamte Steuererklärung dieses Jahr wieder bis Juli liegen. Am kommenden Freitag, den 05-APR-2013 geht es los. Sollte dieser Blog hier dann auch in China funktionieren, werde ich hier berichten.

Bis zum nächsten Mal: Zaijian!

22März
2013

Der Auftrag ist da

Nach langem Warten ist nun endlich der Auftrag für ein Projekt in Shenyang / China angekommen. Das heißt konkret: Ich werde April, Mai und Juni 2013 im Wesentlichen in China verbringen. Das heißt also:

  • Visum beantragen - 90 Tage sollten reichen
  • zu Hause alles soweit herrichten, dass ich ruhigen Gewissens abreisen kann z.B. Reifen wechseln, Hemden und Blusen bügeln (das ist nämlich mein Job - meine Frau macht das gar nicht gern) usw.

Die Visitenkarten sind schon nachbestellt - ich habe gelesen, dass die Chinesen darauf stehen.

Und dann ... mal nachdenken wie die drei Monate so verlaufen könnten ...

Ihr werdet es erfahren.